Spirituelle Begleitung

Viele Menschen definieren sich selbst und ihre Lebensumstände durch den Glauben an die Erkenntnisse materieller Wirklichkeiten. Wenn es um die Seele des Menschen geht, fragen sie sich, wo sie wohl sein mag, die Seele, oder ob sie nicht einfach eine Erfindung ist. Doch auch die Menschen, die ohne Glauben an geistige Bestimmungen leben, spüren, wenn es um die letzten Fragen geht, dass sie doch mit dem Geist dieser Bestimmungen in Berührung kommen. Ähnlich verhält es sich auch mit der Spiritualität.

Vom lateinischen Spiritus, gleich Geist, ausgehend, wird Spiritualität als das Erleben des Geistes durch Beziehungen zum Absoluten, zur Unendlichkeit verstanden.

Damit ist auch gesagt, dass spirituelles Leben nicht an den Glauben an einen Gott gebunden ist. Denn Seele und Spiritualität haben eines gemeinsam: Man hat sie nicht als Besitz an einem festen Ort, sondern spürt sie aus persönlichem Erleben, aus individuellen Erfahrungen heraus. „Es ist gleichgültig, was die Welt über religiöse (spirituelle) Erfahrung denkt“, schreibt der Schweizer Psychologe Carl Gustav Jung, „derjenige, der sie hat, besitzt den großen Schatz einer Sache, die ihm zu einer Quelle von Leben, Sinn und Schönheit wurde …“

Gespräche mit spirituell offenen Menschen öffnen für verborgene Gedanken und Gefühle. Statt schneller Antworten, entwickeln sich Strömungen in Richtung des eigenen, individuellen Weges. Spirituelle Erfahrungen entstehen dann, wenn der Weg des „Ich muss-Ich kann-Ich möchte“ verlassen werden kann, für einen anderen Weg, der mit „Ich bin-Ich will“ beginnt.

Hier können wir ins Gespräch kommen.